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Bis 26.10.18 Yuki Yamamoto: Ohne Titel – Malerei über äquivalente Differenzen

MALEREI_ 
Mikiko Sato Gallery,
08. September bis 26. Oktober 2018.

Mit dem provokanten Statement Ohne Titel. Wenn überhaupt, dann als Hypothese: Malerei über äquivalente Differenzen kehrt der 1981 in Japan geborene Künstler Yuki Yamamoto nach rund zweieinhalb Jahren mit einer neuen Einzelausstellung in die Mikiko Sato Gallery zurück. Das Motiv des Kreises bestimmt dabei auch dieses Mal die Arbeiten. Was auf den ersten Blick wie eine willkürliche Anhäufung von Kreisen unterschiedlichster Farbigkeit, Deckkraft und Größe anmutet, ist in Wirklichkeit das Ergebnis sorgfältiger, kompositorischer Planung und disziplinierter Umsetzung. So arbeitet Yamamoto in möglichst dünnen Schichten aus blickdichter bis halbtransparenter Acrylfarbe, die er jedes Mal zunächst trocknen lässt, anschließend vorsichtig abschleift und hinterher mit einer Zwischenlasur versiegelt. Nach bis zu zehn Wiederholungen schließt er den aufwendigen Arbeitsprozess mit einer Oberflächenglasur ab.

Trotz aller Sorgfalt ist es Yamamoto wichtig, dass die handwerklichen Spuren des künstlerischen Akts – Schleifspuren, Pinselduktus und andere kleinere Unregelmäßigkeiten – bei genauerem Hinsehen erkennbar bleiben. Nicht nur in dieser Hinsicht zeigen seine Arbeiten medienreflexive Qualitäten. Auch in der Reduktion auf die zwei wesentlichen Grundmerkmale Farbe und Form verweisen sie auf das Wesen der Malerei.

Sowohl die Kreise als auch die mit ihnen gestalteten Räume erscheinen in einer Art Schwebezustand. Es fehlen Maßstäbe, die eine Verortung oder Zuordnung ermöglichen könnten. Alles existiert in einem Zustand des Dazwischen. Yamamoto bezieht sich durch die Verwendung der natürlichen Form des Kreises zwar auf ein Phänomen der wahrnehmbaren Realität, konzipiert mit dessen Hilfe aber Räume, sie so physikalisch eigentlich nicht existieren können. Der Künstler verwendet im Zusammenhang mit seinen Arbeiten gern den Begriff der Singularität. Mit diesem werden in der Physik und Astronomie Punkte im Universum beschreiben, die aufgrund ihrer enormen Gravitation allgemeingültige physikalische Gegebenheiten außer Kraft setzen – man denke an schwarze Löcher -, und folglich außerhalb unseres Raumzeitkontinuums existieren.

Kurzbiographie:
1981 geboren in Hokkaido, Japan, 2007 Master of Arts in Education im Hauptfach Malerei, Hokkaido University of Education, Japan, 2012-2013 Künstlerresidenz in Berlin (unterstützt durch Sapporo City Foundation for Arts and Cultural Promotion), lebt und arbeitet in Sapporo, Japan.

Quelle: Mikiko Sato Gallery. Motiv (Ausschnitt, part of the original image): © Yuki Yamamoto

Mikiko Sato Gallery
Klosterwall 13, Hamburg
Di bis Fr 14:00 bis 19:00, Sa 13:00 bis 18:00
Abweichende Öffnungszeiten sind möglich

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