xpon-art, 4/6, Utopie, (c) Kay Schwarz, 10/2017

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Bis 12.11. xpon-art: 4/5 Utopie

Alle Themen, Fotografie, Malerei, Skulpturen, Termine Heute| Aufrufe: 60

GRUPPENAUSSTELLUNG_
xpon-art gallery, 05. Oktober bis 12. November 2017

Acht zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen im Dialog. In Foto- , Bühnen- und Multimedia-Installationen, in Graffiti, Objektkunst, Performance und Video wird das Thema der UTOPIE bearbeitet – ideologisch, verträumt, historisch und interaktiv. Die Vielschichtigkeit der künstlerischen Ansätze zeigt, dass UTOPIE von allen verhandelt werden will.

Am Eröffnungsabend wird Trautonia Capra die „Stacheldrahtperformance Europa“ aufführen. Sie verarbeitet darin aktuelle Themen unserer festgefahrenen Gegenwart in ihren Cybersongs, welche bereits Utopien waren lange bevor sie geschrieben wurden. In ihrem Retro-Science Fiction bezeichnet sie sich als Anachronismus und fragt: Was soll werden? Wenn ich groß bin…
Kay Schwarz spielt mit dem Bedürfnis der Wunschwelt, der Utopia und lässt die Betrachtenden den idealen Ausschnitt bestimmen. Beschneidet aber die Wahrnehmung des einzelnen Subjekts das Große und Ganze, verliert die Realität an Wert, sodass Sinn und Wahrhaftigkeit seines Werkes infrage gestellt werden.

Simon Korn zeigt Eingemachtes anstatt sich mit den verschiedenen Utopieverständnissen zu beschäftigen, in die er sich eingelesen hat. Er konzentriert sich auf seine eigene Utopie. Dabei nimmt er einen Gegenpart zu den beobachtenden, dokumentierenden, andeutenden und dekonstruierenden Werken der anderen Künstler und Künstlerinnen ein, indem er in eine real für die Zukunft produzierende Rolle wechselt. In der Installation — ein Ort /// mehrere Räume — von Anna Markovski und Florian Huber werden die Besucher und Besucherinnen mit Relikten aus Heterotopien (Foucault) konfrontiert. Objekte und dokumentarische Fotografien aufgelöster Künstlerhäuser aus verschiedenen Großstädten werden installatorisch zu einem gefühlten Mikrokosmos verwoben.

xpon-art, Utopie 4/6, Steffen Plorin, Bahrenfeldhäuser, 10/2017

© Steffen Plorin, Bahrenfeldhäuser

Steffen Plorin generiert mit seinen sogenannten Rollagen utopische Architektur oder bestätigt darin, dass utopische Architektur nicht realisierbar ist. Er zwingt die Betrachtenden das Neue mit dem Alten abzugleichen, sodass nicht nur „Schnittmengen“ entstehen, sondern auch eine rotierende Neuordnung des Sujets angeregt wird. Die Audio Visuelle Installation von Marcus Korell nutzt den Raum als ”Hülle“ für eine wissenschaftlich anmutende Auseinandersetzung über die Vorstellung, dass mit endlos zur Verfügung stehender Energie, ein vollkommen unbeschwertes Leben möglich ist.
Nandan Ghiya hinterfragt durch seinen experimentellen Umgang mit der Malerei und Fotografie unsere Wahrnehmung des Status-Quo und präsentiert damit eine aktuelle Perspektive der jungen Generation seines Heimatlandes Indien. Dabei spielen gesellschaftliche Grenzen und deren Überwindung durch kulturelle Emanzipation eine zentrale Rolle. Im Zuge der INDIA WEEK Hamburg wird Nandan Ghiya vor Ort in Hamburg arbeiten und seine neuen Utopien in die vorhandene Ausstellung implementieren und eine Transformation dieser hervorrufen. Das Ergebnis wird am 06. November eröffnet und täglich von 18-21:00 zu besichtigen sein. Am 08. November wird es einen artist talk mit Nandan Ghiya in der Galerie geben.

Ein weiteres Element dieser Ausstellung UTOPIE ist die Theateraufführung von #1 | ANDREA CZESIENSKI – AMOK ODER KOMA SEIN mit Lennart Lemster, ein Projekt der KielerGruppe | THEATER. Die Aufführungen finden vom 27. bis 29.10.2017 jeweils um 20:00 Uhr statt. Die Ausstellung UTOPIE ist der vierte Teil zu einem fünfteiligen Zyklus, der sich im Rahmen des 10jährigen Galeriejubiläums anhand der Begriffe Intuition, Kommunikation, Utopie und Archiv mit der Werkentstehung und den Möglichkeiten der Kunst auseinandersetzt.

Teilnehmende Künstler: Anna Markovski + Florian Huber, Kay Schwarz, Marcus Korell, Nandan Ghiya, Simon Korn, Steffen Plorin, Trautonia Capra.

Quelle: xpon-art gallery, Motiv (Ausschnitt, part of the original image): © Kay Schwarz

xpon-art gallery
Sa bis Di 18.00 bis 21.00, in der letzten Woche täglich
Repsoldstraße 45, Hamburg
www.xpon-art.de

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