Juni, 2020

11JuniGanztägig12JuliAktuellxpon-art: beobACHTENGRUPPENAUSSTELLUNGxpon-art gallery

Details

Verändern wir, was wir beobachten? Beachten wir, was wir nicht sehen? Um das Beobachten und Achten geht es in der thematischen Gruppenausstellung in der xpon-art. Das Thema Corona klingt nahezu überall unterschwellig mit, 15 Positionen setzen sich ganz explizit damit auseinander.

Die Klockmanntreppe im Hamburger Steintorweg war Treffpunkt, Bühne, Rückzugsort von Auswärtigen, Ansässigen, Durchreisenden. Vier Jahre, bis zu ihrem Abriss 2010, hat ANETTE DITTRICH das Leben auf diesem Stadt-Teil fotografisch beobachtet.

In der Arbeit «minima» fügt ANNE DINGKUHN die nüchterne Welt einer technischen Zeichnung von knapp 2m Länge mit der natürlichen, organischen Welt darauf gezeichneter Insekten zusammen. Die Konstruktionszeichnung ist aus sich heraus Ausdruck von Präzision und (Selbst-)Beherrschung. Und doch ist diese Haltung genauso fragwürdig wie der Anspruch einer enzyklopädischen Erfassung der Welt, der in der Insektendarstellung anklingt. Nicht nur wegen des tatsächlichen Insektensterbens, das akribische Beobachten und zeichnerische Festhalten der (toten) Insekten auf der Papierbahn bekommt die Konnotation des Archivierens von Verlusten, und damit unserer Hybris. „Beobachten und Achten gehören zusammen.“

DOROTHEA FISCHERs monochromatische Malerei behandelt das «Zwielicht». Sich aus dem Dunkel in die Dämmerung ins Licht bewegend, erfordert es erhöhte Aufmerksamkeit, denn Beobachtungen finden am Rande des Erkennens statt. Zeit verstreicht und liegt auf dem Noch-Verborgenen, was ist zu erwarten im Licht, was ging verloren im Dunkel?

FABIAN HAMMERL macht ein Photo der Oberfläche, die er betrachtet während er das Photo macht und mit der Person spricht, die sich dabei zusieht. Die Installation füllt das Fenster der Galerie.

Weltweit findet man das rot-weiße Absperrband, ohne Worte ist es universell verständlich. Es markiert die Grenze unserer persönlichen Bewegungsfreiheit, ohne dass es uns im Alltag zu stören scheint. In Zeiten der Pandemie wird diese sonstige Beiläufigkeit gebrochen. FLORIAN HUBERs Objekte aus lackiertem Stahlblech behandeln dieses Gefühl.

Die Photographien von FRANK LINDERS beobachten den Zustand des modernen Menschen und manifestieren die Zeit mittels Langzeitbelichtung als das, was sie ist: ein Kontinuum. Der Titel des in 2017 entstandenen audiovisuellen Werks «MISPERCEPTION» bezieht sich auf die eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen: Obwohl der Mangel an Wasser weltweit existent ist, respektieren wir das teuerste Gut nicht als endende Ressource. (…)

Die Ausstellung ist in 360 Grad auf der Homepage von xpon-art zu sehen.

Dauer

11. Juni 2020 - 12. Juli 2020

Ort

xpon-art gallery

Repsoldstr. 45, 20097 Hamburg

Öffnungszeiten

Sa bis Di 18.00 bis 21.00 – Max. 7 Besucher zur Zeit, min. 1,5m Abstand zueinander, Mund-Nase-Schutz ist obligatorisch

Weitere Informationen

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Quelle und Copyright

Quelle: xpon-art. Motive (part of the original image): Florian Huber.
Dies ist ein redaktioneller Eintrag auf Hamburg2go. 

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