Als unmittelbare Zeugin und Betroffene des Krieges um Nagorno-Karabakh (Berg-Karabach) seit Ende des 20. Jahrhunderts ist Satenik Ghulijanyans künstlerisches Schaffen durch diese Vergangenheit beeinflusst. Die Notwendigkeit, sich in fremden Kulturen zurecht zu finden und ihre Rolle als europäische Frau neu zu definieren, birgt für sie die ständige Herausforderung, diese biografischen Brüche in ihrem künstlerischen Tun aufzuarbeiten. In ihren Portraits und szenischen Kompositionen finden sich eindrückliche Anspielungen auf ein menschliches Seelenleben, das sich in seiner Geschichte zwischen den Gefühlen von energischer Lebensbejahung und trostloser Leere bis in die Gegenwart behaupten mußte. In ihren direkt im Freien entstehenden Landschaftsbildern öffnet sie jedoch ihr Herz ganz weit und läßt die Natur Armeniens erahnen; ein Blick in eine arme, aber glückliche Kindheit. (Text im englischen Original: Arsen Hayrapetyan).

Satenik Ghulijanyan
*1985 in Armenien, seit März 2012 in Europa, zunächst in Frankreich, später in Deutschland. Durch ihren Vater, Leiter einer Kunstschule, seit ihrem 6. Lebensjahr mit der Malerei vertraut. Studien in Modedesign (Universität Yerevan), Malerei und Skulptur. 2008-2012 Kunstlehrerin in Armenien. 2012 Geburt ihrer Tochter.

Ausstellungen
Seit 2013 Ausstellungen in der Schweiz, Deutschland, Armenien und USA, u.a.:
2018 Nationalgalerie Armenien in Alaverdi
2019 Teilnahme an der New York Art Grand Opening, USA

Quelle: Galerie Hafenliebe. Motiv (part of the original image): Satenik Ghulijanyan, Öl auf Leinwand.

Weitere Ausstellungen in der Nachbarschaft im Forum StadtLandKunst, Galerie Glassart.
Öffnungszeiten: Fr bis So, 12.00 bis 18.00

www.galerie-hafenliebe.de