Februar, 2020

01FebGanztägig13SeptAktuellDavid Hockney. Die Tate zu GastMalereiBucerius Kunst Forum

Details

Die Ausstellung zeigt Werke aus über sechzig Jahren des künstlerischen Schaffens von David Hockney (geb. 1937): Frühe Arbeiten als Kunststudent bis hin zum großformatigen Panorama In The Studio von 2017. Sie gibt einen Einblick in Hockneys Vielseitigkeit als Maler, Grafiker und Zeichner. David Hockney hinterfragt bis heute die Natur des Sehens und Darstellens. Auftakt der chronologisch angelegten Ausstellung ist Woman with a Sewing Machine von 1954, eine von Hockneys frühesten Druckgrafiken, in der als Modell seine Mutter Laura Hockney erscheint, die er noch zahlreiche Male porträtieren sollte. Ausgehend von dieser frühen Arbeit und selbstreferentiellen Werken wie Doll Boy (1960-1961, Hamburger Kunsthalle) wird zunächst beleuchtet, welcher Entwicklung sich Hockneys Kunst während seines Studiums an der Bradford School of Art und am Londoner Royal College of Art unterzog.

Inspiriert von Picasso löst er sich bereits in dieser Zeit von der gängigen Vorstellung des einzigartigen Stils eines Künstlers. Den Eindrücken einer New York-Reise in 1961 widmet die Ausstellung ein Kapitel, ebenso wie seiner frühen Los Angeles-Phase oder seinen Kavafi-Radierungen: 1964 zieht Hockney das erste Mal an die Westküste der USA. Es entstehen Darstellungen von intimen häuslichen Szenen wie etwa in der Arbeit Man in Shower, Beverly Hills (1964). Hier beginnt auch Hockneys lebenslange Faszination für die Schwierigkeiten der Darstellung von transparenten Oberflächen und Wasser. Ausgedehnte Reisen und lange Auslandsaufenthalte schlagen sich von nun an immer wieder auf die Wahl seiner Methoden, wie auch auf die Wahl seiner oft aus literarischen Quellen stammenden Themen nieder.

In den 1980er Jahren studiert Hockney eingehend chinesische Rollbilder. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse bestätigen ihn in seiner Auseinandersetzung mit der Perspektive. Er schafft vom Kubismus geprägte querformatige Kompositionen mit perspektivisch gestreckten Panoramen von Innen- und Außenräumen. Exemplarisch dafür wird die Serie von Lithografien mit dem Titel Hotel Acatlan in der Ausstellung gezeigt. Das durch die fotografischen Experimente angefachte Interesse an kubistischen und dekonstruktivistischen Darstellungsweisen überträgt er auch in seine Porträts und Stillleben, denen ebenfalls ein Kapitel der Schau gewidmet wird.

Wehrte sich Hockney zu Studienzeiten noch gegen die Abstraktion, drückt er Anfang der 1990er Jahre Gefühle und Geisteszustände in abstrakten Formen aus, anstatt sie figurativ zu illustrieren. Ende der 1990er Jahre widmet sich Hockney neben den Landschaften seiner Heimat Yorkshires auch dem Grand Canyon, der schon seit den 1980er Jahren sein Motiv ist. Eine Woche lang fertigt er dort Ölpastell-Studien an. Darauf basierend entsteht das großformatige A Closer Grand Canyon (1998, Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk), das den Abschluss der Ausstellung darstellt.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Tate. (…)

Dauer

01. Februar 2020 - 13. September 2020

Ort

Bucerius Kunst Forum

Alter Wall 12, 20457 Hamburg

Öffnungszeiten

Täglich 11.00 bis 19.00. Do bis 21.00 (Änderungen möglich).

Weitere Informationen

Website

Quelle und Copyright

Quelle: Bucerius Kunst Forum. Motiv (part of the original image): David Hockney: Mr and Mrs Clark and Percy, 1970/71, Tate, London, © David Hockney, © Foto: Tate, London 2019.
Dies ist ein redaktioneller Eintrag auf Hamburg2go.

Bucerius Kunst ForumAlter Wall 12, 20457 Hamburg

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