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Bis 03.09.17 Sammlung Falckenberg: Hanne Darboven – Gepackte Zeit

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SAMMLUNGSAUSSTELLUNG_
Deichtorhallen, Sammlung Falckenberg
Harburg, 25. Februar bis 03. September 2017

Hanne Darboven ist eine der international bedeutendsten Künstlerinnen, die sich mit ihren Werken in einer von Männern dominierten internationalen Konzeptkunst-Szene etablierte. Bekannt ist Darboven vor allem für ihre Zeit und Raum umfassenden Schreibarbeiten und den daraus resultierenden seriellen Blattfolgen, die mit Zahlenreihen, Schrift und später auch mit Bildmaterial gefüllt sind und oftmals durch dreidimensionale Objekte ergänzt werden. Darbovens raumübergreifende Installationen funktionieren wie kompensierende Zeitspeicher, die tausend und abertausende von Jahrhundertdaten in eine greifbare Form bringen. Ihr Werk wird somit zum Inbegriff für GEPACKTE ZEIT.

 

Hanne Darboven, Kinder dieser Welt, 1990 – 1996. 200 Bücher á 6 Schulhefte, 22 Bücher á 5 Schulhefte je 30 x 21 cm, 2 Textbücherbücher à 45,2 x 30 x 3 cm, 114 Packpapiertafeln, je 75,5 x 100,3 cm, 2134 Blatt Blechbläsertrio Opus 43A in Zahlenworten, 68 Blatt Notenpartitur, Transkription, je 29,7 x 21 cm, 68 Blatt Notenpartitur, Transkription, je 62,8 x 44,9 x 1,5 cm, 150 Blatt Notenpartitur, Handschrift, je 29,7 x 21 cm, div. Objekte: Spielzeug, Puppen, Blechspielzeuge und Spieluhren in Vitrinen. © Hanne Darboven Stiftung, Hamburg / VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: Maximilian Geuter

Einen besonderen Stellenwert in der Ausstellung nimmt die exemplarische Großarbeit Kinder dieser Welt ein, die sich über eine ganze Etage des Sammlungsgebäudes erstrecken wird. Anhand zahlreicher dokumentarischer Materialien wie frühe Konstruktionszeichnungen, Architekturmodelle, Briefe und Recherchematerialien wird es möglich, die Entstehungsgeschichte des Werkes Welttheater aus dem Bestand der Sammlung Falckenberg umfassend nachzuvollziehen − von der Inspirationsquelle bis zur vollständigen Ausformulierung in verschiedenen Medien und Ebenen der Darstellung.

Die Ausstellung legt einen weiteren Schwerpunkt auf den Dialog ausgewählter Arbeiten Hanne Darbovens mit Arbeiten von Künstlerfreunden wie Carl Andre, Sol LeWitt und Lawrence Weiner sowie weiteren, zum Teil noch nie gezeigten Exponaten der Sammlung Falckenberg unter anderem von Vito Acconci, John Baldessari, Fiona Banner, John Cage, Sophie Calle, Guy Debord, Oyvind Fahlström, Richard Hamilton, Mike Kelley, Imi Knoebel, Olaf Nicolai und Ed Ruscha. Darüber hinaus gewährt die Ausstellung anhand von Künstler- und Tagebüchern Hanne Darbovens sowie Filmen einen Einblick in die Werkentwicklung Darbovens und ihre Verbindung zu ihrem künstlerischen Umfeld insbesondere der Konzeptkunst der New Yorker Zeit und bestätigt darüber den großen Einfluss Hanne Darbovens auf internationaler Ebene.

Parallel zum Auftakt der Ausstellung in der Sammlung Falckenberg eröffnet die Hanne Darboven Stiftung das Dokumentationszentrum Am Burgberg. Es ist eine der Aufgaben der Hanne Darboven Stiftung, den Nachlass von Hanne Darboven an ihrem einstigen Schaffens- und Wirkungsort Am Burgberg in Rönneburg (Hamburg-Harburg) aufzubereiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Erstmals werden an diesem Ort dokumentarische Materialien ergänzend zur Ausstellung zu sehen sein.

Quelle: Deichtorhallen. Foto (Ausschnitt/part of original image): Hanne Darboven in ihrem Studio, 1987/1988. Courtesy Hanne Darboven Stiftung, Hamburg © Deichtorhallen Hamburg. Kl. Foto: Hanne Darboven Stiftung, Hamburg / VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: Maximilian Geuter

Sammlung Falckenberg, Deichtorhallen Hamburg
Wilstorfer Str. 71, Hamburg-Harburg
Öffnungszeiten der Sammlung Falckenberg in Harburg:
Erster Sonntag im Monat, 12:00 bis 17:00; sowie im Rahmen von Führungen
Abweichende Öffnungszeiten sind möglich
www.sammlung-falckenberg.de
www.deichtorhallen.de

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