Erstellt von

Bis 13.08.17 Rudolf G. Bunk

Archiv| Aufrufe: 193

MALEREI_
Galerie Hafenliebe, 22. Juni bis 13. August 2017

Stud. Kunstgeschichte, Philosophie, Malerei (bei Karl Hofer) und Bühnenbildnerei in Berlin. Seine Werke wurzeln im Expressionismus, später auch in der neuen Sachlichkeit. Im Frühjahr 1933 nimmt Bunk an einer Ausstellung der Darmstädter Sezession teil, die von der neuen Regierung als ”kunstbolschewistisch” geschlossen wird. Er beschliesst Deutschland zu verlassen. 1934 hält er sich in der Schweiz auf, bekommt jedoch keine Arbeitserlaubnis.

Okt.1936 Heirat mit Marianne Horl in Berlin, in Stockholm Arbeit bei Isaac Grünwald (Schüler v. Matisse) und Ausstellung dort.
Im Frühjahr 1937 Geburt des Sohnes Stefan. Im Sept. 1937 muß Bunk Schweden verlassen und reist über Berlin in die Rhön. Im Mai 1938 Übersiedelung nach Waidhofen (Österreich), bis Juli. Dort hinterläßt er einen großen Teil seiner Werke, die er nicht wiedersehen wird. Zurück in Berlin, von dort Organisation der Ausreise nach Jugoslawien. 1939 Einzug mit der Familie in Split.
1940 erste Einzelausstellung in Split. 1941 von jugoslaw. Polizei nach Lipik in Slavonien verschickt und dort unter Polizeiaufsicht. Als die dt. Wehrmacht Jugoslawien besetzt, gelingt der Familie – zu Fuß – die Flucht nach Trogir, zu der Zeit italienisch. Auf dem Weg ertrinkt der 4 jährige Sohn bei einem tragischen Unfall. 1941 bekommt Familie Bunk eine italienische Aufenthaltsgenehmigung. 1942 Geburt der Tochter.

1943 übernimmt Deutschland die Herrschaft in Dalmatien. Bunk schließt sich der ”Kroatischen Konferenz” in Hvar an. 1944 gehen Bunks zusammen mit 30.000 kroatischen Flüchtlingen nach El Shatt am Suezkanal. 1945 Ausstellungen in Kairo und Alexandria gemeinsam mit jugoslawischen Künstlern. Ein Angebot der Aliierten, nach Amerika oder England zu emigrieren lehnt Bunk ab. Wieder in Split, wird Bunk als Bühnenbildner und Regisseur am Volkstheater engagiert.
Bis 1958 erfolgreiche, mehrfach ausgezeichnete Arbeit in Split als Künstler und Bühnenbildner. 1958 zwingen die pol. Verhältnisse Bunk zur Rückkehr nach Deutschland. In Hamburg Arbeit u.a. für den NDR und das Schauspielhaus.

Bis 1972 häufige Gastaufenthalte in Split als Bühnenbildner und Maler. 1969 und 1972 Ausstellungen in Split. 1974 stirbt Bunk an einem Asthmaleiden. 1997 Gr. Retrospektive zum Werk Bunks in Split. 2000 in „Allgem. Künstlerlexikon – Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker“, Leipzig/ München 2004 Siftung internat. Rudolf- Bunk- Preis für Bühnenbild durch die Stadt Split.

2005 umfangreiche Listung in „Der neue Rump“ 2010 Werkverzeichnis, Hrsg. Dr. Denegri, Hbg. 2015 TV-Bericht HH1 am 2.12. zur Solo-Ausstellung Bunk in der Galerie Hafenliebe. Werke Bunks befinden sich in priv. Sammlgn. und Museen u.a. in New York, Stockholm, Split, Mannheim, Berlin, Hamburg. Manuskripte, Inszenierungsunterlagen, Korrespondenz und biographische Dokumente in: Akademie der Künste/ Berlin, Archiv Darstellende Kunst (www.adk.de)

In der Nachbargalerie StadtLandKunst findet zeitgleich die Ausstellung mit Werken seines Sohnes Tom Bunk statt.

Quelle: Galerie Hafenliebe. Motive (Ausschnitte, parts of the original image): Rudolf G. Bunk, Galerie Hafenliebe, Hamburg 2017

Galerie Hafenliebe
Am Dalmannkai 4, Hamburg
Fr 15:00 bis 18:00, Sa und So 12:00 bis 18:00
Abweichende Öffnungszeiten sind möglich
www.galerie-hafenliebe.de

Loading
Karte zentrieren
Verkehr
per Fahrrad
Transit
My location
Google MapsRoutenplanung starten

Dieser Kommentarbereich ist geschlossen.