Motorroller Peugeot Django: Unchained

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Motorroller Peugeot Django: Unchained

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MOBILITÄT___
Motorroller Peugeot Django im Kurztest
Saisonstart 2015

Es wird wärmer! Auch wenn Rollerfahren zu jeder Jahreszeit Spaß macht, geht für viele die Saison erst in den nächsten Tagen los. Also ist jetzt der richtige Moment, einen neuen Kandidaten zu testen, den Ende 2014 vorgestellten „Peugeot Django“- Roller in der 125ccm Größe, der in diesem Jahr seine erste richtige Saison erlebt. Schon optisch zeigt der Django, dass er anders sein will als die anderen. Dieser Roller soll Spaß machen und er soll auffallen. Die hier gefahrene Pistazien-Farbvariante macht dieses dann auch ganz hervorragend. Die Django steht abfahrbereit vor den Geschäftsräumen des Händlers und ich bin angetan von seinen Farben und seiner Form. Die Testfahrt soll dann auch ein kurzer Blick über den (Hamburger-) Tellerrand werden, da der Händler kurz hinter der nördlichen Stadtgrenze in Norderstedt sitzt.

Komfort und Liebe zum Detail

Fünf Minuten später sind die Formalitäten erledigt und ich sitze im Sattel, der „Motorroller Peugeot Django: Unchained“-Test kann beginnen. Da ich überzeugter Rollerfahrer bin und eine Aprilia 125 bewege, ist eine längere Einweisung nicht nötig. Alle Bedienelemente befinden sich an der gewohnten Stelle. Schon der Zündschlüssel zeigt, dass Peugeot sich viel Mühe mit den Details gegeben hat, er sieht aus wie für ein Auto gemacht.
Es wird Zeit, Django von der Kette zu lassen. Die Sitzflächen sind angenehm breit, typisch französischer Komfort. Die Sitzposition ist ein ganzes Stück höher als bei meiner Aprilia. Ich komme gerade noch mit den Füssen auf den Boden, die Haltung ist dadurch aber auch gerader und entspannter, die Knie sind weniger start angewinkelt. Das gefällt.

Der Roller springt sofort mit angenehmem, rollertypischem Geräusch (siehe/höre unten) an und läuft noch etwas rauh, schließlich hatte er eine Weile gestanden. Ich fahre vom Hof und biege auf die Ochsenzoller Strasse ein. Der eingeschaltete Blinker macht sich mit einem deutlichen, aber nicht übertriebenen Piep-Intervall bemerkbar. Sehr nützlich, bei meinem eigenen Roller muss ich mich immer konzentrieren, das Zurückstellen des Blinkers nicht zu vergessen.
Noch ein Unterschied merke ich sofort, der Schwerpunkt liegt höher als bei meiner Aprilia. Aber kein Problem, das braucht nur eine kurze Umgewöhnungszeit.
Das Ziel der Tour ist klar und lag schon fest, als die Regenradar-App ein trockenes und weitgehend wolkenfreies Zeitfenster von drei Stunden zeigt. Es geht nach Norden, 5 km weiter zum Norderstedter Stadtpark. Auf dem Weg dahin biege ich in Seitenstraßen ein, um mich mit Django anzufreunden und lande schließlich auf dem geplanten Landstraßenstück, der Schleswig-Holstein Straße, die die Langenhorner Chaussee ins nördliche Bundesland verlängert.

Testfahrt zum Stadtpark Norderstedt

Dreht man den Gasgriff, ist der Antritt für meinen Geschmack etwas zurückhaltend, dreht man mehr, geht auch mehr. Django ist also auf chilliges Fahren ausgelegt. Wir biegen auf die Landstraße und beschleunigen auf die erlaubten 80 km/h. Es ist etwas windig und wer die Hand über die obere Kante des kleinen Windschilds legt, merkt den Winddruck deutlich. Die Landstraßenfahrt macht Spaß, es geht zügig Richtung Norden. Wer die Strecke kennt, der kennt das Stonsdorfer-Schild, das stadtauswärts auf der linken Seite auftaucht und heute nicht mehr den Firmensitz der Likörfirma anzeigt. Hier heisst es blinken und abbiegen Richtung Stadtpark.

Es geht vorbei am Hauptsitz von Magnus Mineralwasser, die hier aus bis zu 430 Metern Wasser fördern und 36.000 Flaschen je Stunde abfüllen. Noch um ein paar Kurven, zunehmend mutiger in Lage gefahren, und schon rolle ich über den großen Parkplatz am Rand des Norderstedter Stadtparks. Ich lasse die Django am 2012 eröffneten Kulturwerk langsamer werden und komme vor der lokalen Gastronomie Haus am See zum Stehen.

Der Stadtpark mit See ist für mich DIE Entdeckung des letzten Jahres und mit seinen Attraktionen ein perfektes Kurzziel, nicht nur für Rollerfahrer (Parkmöglichkeiten) sondern auch „für die ganze Familie“ (Entspannungsmöglichkeiten). Das Kulturwerk ist auch noch ein Jazzwerk und veranstaltet über das Jahr weitere Events. Das Parkgelände um das „Haus am See“ ist für die kommende Saison vorbereitet, es ist allerdings ein  Wochentag und etwas kühl, wenig Betrieb also. Aber der Blick über den See mit seiner Wasserski-Anlage gefällt so oder so. Den Wasserski-Läufern in der Saison für eine Stunde oder zwei zuzusehen ist Entspannung pur. Wer ein bisschen mehr Action braucht, geht den Weg am See entlang durch den Stadtpark zum Arriba Strandbad mit seinem Sandstrand (Saison Juni bis August).

Die Staufächer und der Sound

Ich habe mir die Füße jetzt genug vertreten und gehe zurück zur Django, lasse die elegante Heckansicht auf mich wirken und mache noch ein paar Fotos. Die beiden Klappen in der Frontverkleidung (links Tankstutzen, rechts 12V Strom, USB-Adapter nötig) machen den Roller zum Flügeltürer. Die mit einer Drehbewegung im Zündschloss zu öffende Staufläche unter dem breiten Sitz bietet leider auch nur Platz für einen kleinen Jethelm oder die klassische Halbschale, das optionale Topcase macht also durchaus Sinn. Der  kleine, klappbare Chromgepäckträger vorne ist eine gute Ergänzung. Ich schwinge mich auf den Roller und lasse den Motorsound einen Moment auf mich wirken. Im Stand vibriert der Django ein bisschen ungestüm auf seinem Hauptständer. Mit aufgesessenem Fahrer ist alles ok.

Ich überquere den Parkplatz vorbei an einem Motorrad-Fahrschüler auf seiner Maschine und cruise noch ein bisschen durch Norderstedt, am Herold-Center vorbei in Richtung Langenhorner Chaussee, um mir die Baufortschritte auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses Ochsenzoll anzusehen. Es ist beeindruckend was dort entsteht, ein interessanter Mix zwischen alten Gebäuden und neuen Wohnsiedlungen. Was für ein grosses Areal. Ich kriege Hunger, führe den Django am Imbiss an der U-Bahnstation vor und fahre tiefenentspannt zur Scooter World zurück.
Hier gibts noch einige Infos auf die Ohren: Den Django gibts in fünf Varianten: Die „Heritage“ in einer durchgängigen Lackfarbe (60er Jahre Blau, Hellgrün, Milchweiss und klassisch Schwarz), als „Evasion“ in zweifarbig (getestet: „Pistachio“) auch noch in Rot, Orange und diesem schönen alten französischen Blau; in „Sport“ (leuchtendes Blau und strahlendes Silber; mit Racing-Nummeraufkleber und mit kurzer Einpersonen-Sitzbank). Dann hätten wir da noch die „Allure“-Version, zweifarbig wie die „Evasion“ aber noch etwas stylischer, und schließlich in der „ID“-Version, die sich in bis zu 110.000 individuellen Varianten persönlich zusammenstellen lässt. Der Händler/die Werkstatt Ihrer Wahl bekommt dann  sämtliche Einzelteile geliefert und baut den Wunschroller dann per Hand zusammen, wie in einer Manufaktur.

Extras wie eine Kniedecke als Regen- und Kälteschutz, Weißwandreifen, Bordcases oder ein hohes Windschild gibt es auch noch.
Den Django-Roller kann man auch als 50er bekommen. Für den internationalen Markt auch in einer 150er-Version.

Django: Bequeme, breite Sitzflächen

Bequeme, breite Sitzflächen

Django Front mit beleuchtetem "V" im Fahrbetrieb um den Löwen herum

Front mit beleuchtetem „V“ im Fahrbetrieb, um den Löwen herum

Django: Elegante Linienführung

Elegante Linienführung

Django: Flügeltüren für Tank- und Staufach, mit Ladestecker

Flügeltüren für Tank- und Staufach, mit Ladestecker

Django: Front mit kleinem aber wirkungsvollem Windschild

Front mit kleinem, aber wirkungsvollem Windschild

Norderstedt: Wasserskianlage und Haus am See, Restaurant und Bistro

Norderstedt: Wasserskianlage und Haus am See, Restaurant und Bistro

Die technische Seite (der 125er Django):
Motor: 1 Zylinder, 4-Takt, 2 Ventile, Vergaser
Gewicht (leer): 129 kg
PS (kw): 10,2 (7,5) bei 8500 Umdrehungen
Länge: 1,92cm
Tankinhalt: 8,5l
Führerschein: A1
Preise (125er): ab ca. Eur 3.200,- (Heritage)
Motorsound:

Video auf Youtube (in franz. Sprache):
www.youtube.com/watch?v=syP1gGKQpGc

oder den hier mit Musik:
www.youtube.com/watch?v=VLSZMj6Sygg

Text: Hamburg2go (fsa), Fotos: © Hamburg2go

Die Peugeot Django wurde für diesen Kurztest zur Verfügung gestellt von:
Scooter World in Norderstedt
Ochsenzoller Str. 177, Norderstedt
www.scooterworld-online.de

Hamburg2go Politics: Die Initiative für diesen Lifestyle-Test ging von Hamburg2go aus. Von Seiten des Herstellers/Händlers sind keine weiteren Leistungen erfolgt ausser der Überlassung für den Test.

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